Hanne-Marquardt-Fußreflex

 Hanne Marquardt - Mein Werdegang

 

Es klingt unglaublich weit entfernt, aber im September 2018 sind es 60 Jahre, seit mir das Thema „Füße“ über den Weg gelaufen ist! Damals, im Praktikum als Masseurin, wies mich eine Patientin aus den USA auf das Buch von Eunice Ingham „Stories the Feet can tell“ hin. Mit dem Hintergrund meiner vorausgegangenen Ausbildung als Krankenschwester in England studierte ich es gründlich. Ich bin seinem Inhalt damals mit viel Skepsis begegnet, denn es schien mir unglaubwürdig, dass man allein durch die Behandlung von bestimmten Punkten an den Füßen das gesundheitliche Befinden des ganzen Menschen günstig beeinflussen kann.  

Aber meine professionelle Neugierde war schon geweckt. Was der Kopf theoretisch nicht akzeptieren wollte, bestätigte sich schnell praktisch: Die Behandlung der angegebenen Fußbereiche wirkte! Und sie kam bei den Patienten meiner Massagepraxis so gut an, dass kein Tag verging, an dem ich diese neue Behandlung nicht mit guten Ergebnissen anwendete. 

Mit neun Jahren Fuß-Erfahrung und dem weiteren Beruf als Heilpraktikerin stand nach unserer Schei-dung 1970 der Umzug in das kleine Schwarzwalddorf Burgberg an. Hier habe ich auch meine drei Kinder großgezogen, die mich im Lauf der Zeit zur neunfachen Groß- und fünffachen Urgroßmutter gemacht haben.

Nachdem sich Fachkräfte aus verschiedenen therapeutischen Berufen mehr und mehr für diese Behandlungsform interessiert hatten, begann ich neben der Praxisarbeit mit Kursen in Reflexzonen-arbeit am Fuß. Zunächst nur in Burgberg, lediglich zwei Tage lang, aber sie entwickelte sich bald auf vielen Ebenen weiter. Auch die Frage nach Ausbildung zur Lehrkraft in dieser Therapie nahm stetig zu, und so entstand seit 1972 in Deutschland und auch im Ausland eine Reihe von selbständigen Zentren für Fußreflex.

Bis in die 1990er Jahre sind etliche tausend Therapeuten im wörtlichen Sinn durch meine Hände gegangen, aber seit Langem übernehmen unsere Lehrkräfte den Großteil der Ausbildung. Sie dauert jetzt deutlich länger, und ich sehe mit großer Dankbarkeit, wie sich die ursprüngliche Laienmethode aus den USA zur heutigen, weithin respektierten Komplementärtherapie entwickelt hat.

Die praktische Verbreitung der Reflexzonentherapie am Fuß erforderte schon früh auch schriftliche Unterlagen. So entstanden Lehrbücher, farbige Reflexzonentafeln und themenbezogene Broschüren. Und zum 60. Geburtstag erscheint auch die 4. Auflage meiner Biografie „Unterm Dach der Füße. Mehr unter www.verlaghannemarquardt.de.